Kommunikationskultur (Bild: Sponchia via pixabay)

5 Kriterien für kooperative Kommunikationskultur – oder: Wie Sie mit einem positiven Mindset den Dialog fördern.

Am Anfang steht das Wort – und am Ende oft ein Missverständnis. Wie schade!

Unsere gelebte Kommunikationskultur zeigt uns, wie unsere Kooperationsfähigkeit sowie die Kooperationsbereitschaft sind. Kontinuierlich im kooperativen Kommunikationsmodus zu sein, gelingt tatsächlich nur wenigen Menschen. Der Psychologe Robert Bacal mutmaßte, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass Menschen Sprache in einem Entwicklungsstadium erlernen, in dem sie sehr selbstzentriert sind. Dieses Stadium ist geprägt von „sich abgrenzen“ und „nein sagen“. Hier konzentrieren wir uns darauf auszudrücken, was wir wollen und was wir nicht wollen.

Sind Sie noch im Dialog?

Wir Menschen lernen erst später, dass Zusammenleben andere Kommunikationsformen erfordert. Und sicher haben auch Sie diese erlernt. Sie kennen das sicherlich von sich selbst: In entspannten Momenten gelingt es uns gut zu kommunizieren. Doch Stresssituationen fordern uns stark heraus! Nicht selten vergessen wir dann in der ein oder anderen Situation, wie Kommunikation wirklich gut gelingen kann – und fallen in unsere alten Muster zurück. Meistens sind wir dann mit unserem Gesprächspartner nicht mehr im Dialog. Wir haben das sogenannte Dialogfeld verlassen, oft ist es uns nicht bewusst…

Wie sehen das Dialogfeld UND die Kommunikationskultur der Gesprächspartner aus?

  • Wie sind die Redeanteile verteilt?
  • Führt der eine Gesprächspartner eher einen Monolog?
  • Gestalten sie das Gespräch gemeinsam?
  • Versucht vielleicht sogar ein Gesprächspartner, den anderen mit aller Gewalt an die Wand zu reden?
  • Wie ist der Tonfall, die Gestik und Mimik beider Gesprächspartner?
  • Sind Sie auf einer Wellenlänge?
  • Lassen Sie sich gegenseitig aussprechen? Oder fällt der eine dem anderen ins Wort?
  • Und versteht der eine, was der andere sagen möchte?
  • Schaffen Sie es, den eigenen Standpunkt neben dem Standpunkt des anderen stehen lassen zu können?
  • Passt das Gesagte noch zum Thema?

Doch was tun, wenn ich bemerke, dass das Gespräch nicht mehr kooperativ verläuft?

  1. Kommunikationskultur (Bild: Sponchia via pixabay)

    Überprüfen Sie das eigene Gesprächsverhalten!

Versuchen Sie gerade mit aller Macht, Ihre Meinung in den Dialograum zu drücken? Wollen Sie im Gespräch gewinnen? Ich verspreche Ihnen: Es ist sehr hilfreich für Sie, den Druck rauszunehmen und dem Anderen ein wirkliches Interesse zu signalisieren. Trauen Sie sich an der Stelle in Form einer Ich-Botschaft auszudrücken, was Ihnen am Herzen liegt und Ihnen wichtig ist.

  1. Nehmen Sie das Gesprächsverhalten des Gegenübers wahr!

Ist Ihr Gesprächspartner im Gewinner-Modus? Versetzen Sie sich doch mal in seine Lage. Was sind möglicherweise seine Gefühle, was ist ihm wichtig Ihnen mitzuteilen, worum geht es dem Anderen genau? Wie sind gerade seine Emotionen?

  1. Schauen Sie aus neutraler Position von Außen auf das Gesprächsverhalten!

Das Gespräch scheint festgefahren? Es wird emotional und geht an der Sache vorbei? Dann macht es Sinn, sich auf eine andere Gesprächsebene zu begeben. Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Gesprächspartner sinngemäß auf eine Leiter oder Tribüne und sprechen Sie mit ihm darüber, wie das Gespräch gerade verläuft und inwiefern das den jeweiligen Interessen entspricht. Bestimmt haben Sie jetzt gemerkt, dass es sich lohnt anzusprechen, dass sie gerade im Gespräch nicht wirklich weiterkommen.

Wenn Sie es schaffen, zwischen den einzelnen Positionen im Dialogfeld zu switchen, tragen Sie automatisch zu einer kooperativen Kommunikationskultur bei.

Diese 5 Kriterien machen eine kooperative Kommunikationskultur aus:

  1. Die Haltung bzw. Einstellung der Gesprächspartner ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung.

Sie erkennen sich unabhängig Ihrer Rollen und Funktionen im Unternehmen als gleichberechtigte Gesprächspartner an, begegnen sich auf Augenhöhe und haben eine Haltung von „Ich bin ok – Du bist ok“.

  1. Die Gesprächspartner vereinbaren für relevante Gespräche einen Rahmen, räumen sich in gegenseitigem Einverständnis ausreichend Zeit dafür ein, verständigen sich auf das Thema.
  1. Unterschiedliche Meinungen können gut nebeneinander stehen bleiben. Es ist erlaubt, anders zu denken, da durch andere Blickwinkel eine Ziel- und Lösungsorientierung gefördert und die Kreativität angeregt wird.
  1. Die Gesprächspartner sind bereit, sich gegenseitig achtsam zuzuhören und stellen durch Empathie und Nachfragen sicher, dass sie den Anderen wirklich verstanden haben. Dadurch wird der eigene Interpretationsspielraum minimiert und die Kommunikation verläuft ehrlicher. Missverständnisse und Konflikte werden auf diese Art und Weise reduziert.
  1. Regelmäßige Feedbacks sorgen für Orientierung und Sicherheit. Durch Anerkennung, was gut läuft und funktioniert, werden positive Aspekte verstärkt. Beschwerden und Kritik werden in persönliche Bitten übersetzt und in präziser und handlungsorientierter Sprache übermittelt. Statt „Ich wünsche mir mehr Aufmerksamkeit“ besser „Bitte geben Sie mir nach der Präsentation ein Feedback in Bezug auf meine Sprechgeschwindigkeit“.

Sie sehen, Sie können eine kooperative Kommunikation täglich einsetzen. Diese jedoch in unterschiedlichen Alltagssituationen anzuwenden, erfordert Zeit und auch ein bisschen Übung. Selbstverständlich. Doch der Aufwand lohnt! Schließlich gestalten Sie damit die Kommunikationskultur mit. Und nicht zuletzt auch eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Was sollen Sie jetzt tun? Natürlich möchte ich bei Ihnen etwas bewirken 🙂 Schließlich ist mein Thema „Charismatisch Unternehmenskultur gestalten“. Gerne gehe ich mit Ihnen in Klausur – und wir erarbeiten gemeinsam, wie Sie sich als Unternehmer*in noch besser aufstellen kann. Denn nicht zuletzt geht es um Ihre Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit. Rufen Sie mich einfach an: Meine Nummer ist 0202 309 88 08. Eine E-Mail tut’s natürlich auch.

Ich freue mich auf Sie!

Herzliche Grüße,
Ihre Stefanie Schäfer
…hellauf bereichernd…

(Bildquelle: Sponchia via pixabay | CC0, no change – keine Änderungen)

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